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BCFC zwitschert:

27.02.2011

Die Spieler von Birmingham City mit dem Ligapokal
(Foto: bcfc.com)

Dies war der Tag, auf den jede Blaunase sehnsüchtig gewartet hat. Nach 48 Jahren nahm endlich wieder ein Blues-Kapitän einen Silberpokal entgegen. In einem packenden Endspiel um den League Cup wurde der FC Arsenal an diesem 27. Februar 2011 vor über 88.000 Zuschauern im Wembley mit 2:1 besiegt.

 

Die Vorzeichen deuteten auf einen klaren Sieg der Gunners hin. City steckte im Frühjahr 2011 im Abstiegskampf der Premier League, während Arsenal noch auf vier Hochzeiten (PL, FA Cup, League Cup und Champions League) tanzte. Die Quoten der Buchmacher (2:1 Arsenal, 22:1 Blues) sprachen ebenfalls für die erfolgsverwöhnte Truppe von Arsene Wenger. Doch es kam anders...

 

Nachdem Zigic in der 28. Minute für die Blues getroffen hatte, konnte van Persie noch vor der Halbzeit ausgleichen. Kurz vor der drohenden Verlängerung ahnten die nicht gerade erfolgsverwöhnten Blues-Fans Schlimmeres. Ein Tor in der 120. Minute, mindestens aber die Niederlage nach Elfmeterschießen. Was auch sonst bei dieser blauen Vergangenheit...

 

Dann kam die 89. Minute und das Tor von Obafemi Martins. DAS Tor. Nachdem sich Arsenal-Verteidiger Laurent Koscielny und sein Keeper Wojciech Szczesny bei einer Flanke gegenseitig über den Haufen gerannt hatten, stand der Ex-Wolfsburger Martins goldrichtig und staubte zum 2:1-Siegtreffer ab. Unglaublich!

 

Kurios: In den insgesamt sieben League Cup-Spielen bis zur Pokalübergabe stand Martins gerade einmal zwölf Minuten auf dem Platz. Er wurde im Finale in der 83. Minute eingewechselt. Und nach 95 Minuten war Schluss.

 

Hier der Gänsehaut-Moment noch einmal zum Genießen:

Alex McLeish mit dem Ligapokal
(www.mirrorfootball.co.uk)

Der Rest war nur noch eine rauschende Party in Blau und Weiß. Nach dem Ligapokal-Sieg im Jahr 1963 steht endlich wieder ein Pokal in der ansonsten recht überschaubaren Vitrine des Birmingham City Football Club.

 

Und niemand behauptet, dass der Sieg über Arsenal unverdient war.


HIER geht es zum deutschsprachigen Spielbericht auf kicker.de.

The Road To Wembley

Der Weg nach Wembley begann recht holprig. Dem knappen 3:2-Auftaktsieg (Tore: McFadden pen, Murphy und Derbyshire) über den Drittligisten Rochdale zu Hause vor gerade einmal 6.431 Zuschauern im August 2010 folgte einen Monat später ein ebenso glanzloser 3:1-Heimerfolg über die MK Dons, ebenfalls Drittligist. Schon nach 28 Minuten hatten die Blues vor 9.450 Zuschauern durch Hleb, Zigic und Gardner den Sack zugemacht.

 

Aller guten Dinge sind drei hieß es Ende Oktober. Wieder ein Heimspiel. Wieder war mit Brentford ein Drittligist zu Gast im St. Andrew's. Doch die späteren Träume von Wembley schienen bereits hier zu platzen. Erst der 1:1-Ausgleich durch Phillips in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit rettete die Blues in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen, wo sich die Blaunasen vor 15.166 Zuschauern glücklich mit 4:3 durchsetzen konnten.

 

"Derby-Time" hieß es im Viertelfinale am 1. Dezember 2010. A**** V**** kam die Straße herunter und zog mit leeren Händen wieder ab. Larsson (pen) und Zigic ließen die Mehrzahl der 27.679 Zuschauer nach dem 2:1-Erfolg jubeln.

 

Nach dem Spiel kam es noch zum Austausch von Nettigkeiten zwischen den "befreundeten" Nachbarn:

Bursting Bubbles

Was folgte, waren zwei an Dramatik nicht zu überbietende Semifinale gegen West Ham United. Die "Hammers", zu dieser Zeit genau so wie die Blues mit Abstiegskampf in der Premier League beschäftigt, gewannen das Hinspiel in London am 11.1.11 vor 29.034 Zuschauern mit 2:1 (Tor: Ridgewell).

 

Als die "Hammers" gut zwei Wochen später im St. Andrew's mit 1:0 in Führung gingen, glaubten wohl nur die hartgesottensten Optimisten unter den 27.519 Zuschauern an die Wende. Doch die kam. Bowyer (59.) und Johnson (79.) egalisierten zunächst das Hinspiel-Ergebnis. In der vierten Minute der Nachspielzeit netzte Craig Gardner zum entscheidenden 3:1 und verwandelte das St. Andrew's in ein Tollhaus.

Damit machten Trainer Alex McLeish und seine Jungs in Blau den Weg nach Wembley frei.

 

Der Rest ist Geschichte...

Zahlen, Daten, Fakten zum League Cup 2011

The Road to Wembley
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